Simon Matondo-Tuzizila - Afrikanisches Christentum – Anspruch und Theologie

Ein Beitrag zum Verhältnis von Offenbarung und Kontext

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Über das Buch

Rezension

„Die […] Dissertation überrascht und erfreut […] darin, wodurch sie sich vom Üblichen unterscheidet: dass sie sich mit einer Vielzahl von afrikanisch-theologischen Positionen, vorwiegend frankophonen aus Kamerun und dem Kongo, interpretierend und kritisch auseinandersetzt, die Gegensätze zwischen ihnen nicht harmoniesüchtig verwischt, sondern im Gegenteil zuspitzt und damit der Vertiefung der Diskussion zuführt. […] […] bringt M. mit der Schärfe seiner Thesen auf Gedanken und verdient, aufmerksam gelesen zu werden, nicht nur in Afrika und nicht nur von Katholiken.“

– Heinrich Balz in: Theologische Literaturzeitung, ThLZ Jg. 135 (2010), H. 2, S. 230ff.

Zum Inhalt

Der Autor setzt sich mit der geschichtlichen Wirklichkeit der christlichen Zugehörigkeit der Afrikaner und der ihr zugrunde liegenden Offenbarungstheologie auseinander. Hierzu greift er den von Papst Paul VI. legitimierten Begriff eines „afrikanischen Christentums“ auf mit dem Ziel, ein geschichtlich und anthropologisch angemessenes Verständnis dieser Wirklichkeit herauszuarbeiten und ihren theologischen Anspruch mitzudenken. Dem entsprechen die zwei Teile der Studie. Der erste Teil thematisiert das christliche Selbstverständnis der Afrikaner, wie es sich auf der Ebene des einfachen Volkes artikuliert und wie es in den kirchlichen Dokumenten und den theologischen Abhandlungen zum Vorschein kommt. Das Ergebnis dieses Teils ist: Christsein bedeutet für die Afrikaner Geschichtsmächtigkeit der afrikanischen Völker und Heilsbedeutsamkeit für Afrika. Dies sehen sie im Ereignis der Offenbarung selbst begründet. Diesem Anspruch geht der zweite Teil nach. Es wird gezeigt, dass der ihm zugrunde liegenden Problematik – nämlich wie sich eine geschichtlich-partikuläre Gestalt des christlichen Glaubens zur ihrer christlichen Identität verhält bzw. welches Verständnis des christlichen Glaubens sich daraus ergibt, dass die Gläubigen ihn nur im Zuge einer ganz bestimmten Geschichte bekennen – letztendlich mit den üblichen theologischen Paradigmen von Inkulturation, Befreiung und Wiederaufbau nicht beizukommen ist. Einen Ausweg bietet das hermeneutische Prinzip der Kontextualität der Offenbarung: Vor dem Hintergrund des biblisch bezeugten Offenbarungsgeschehens und seiner Wiederentdeckung auf dem II. Vatikanum zeigt sich, dass Gottes Offenbarung in direktem Zusammenhang mit der je konkreten Erfahrung der Völker steht, zu denen die Menschen gehören, die den „christlichen Anspruch“ angenommen haben. [...]

Schlagworte

Afrikanisches Christentum, Doppelte Treue, Afrikanisches Geschichtsbewusstsein, Afrikanische Religion, Inkulturation, Offenbarung, Offenbarungstheologie, Dramatische Theologie, Fundamentaltheologie, Dogmatik

  • Autor*in
    Simon Matondo-Tuzizila
  • Seiten
    682
  • Jahr
    Hamburg 2008
  • ISBN
    978-3-8300-3516-9
  • Schriftenreihe
    THEOS – Studienreihe Theologische Forschungsergebnisse
  • ISSN
    1435-6864
  • Band
    83
  • Fachbereich
    Geisteswissenschaft

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