Lisa Maria Haibl - Identität in Bruchstücken – Donauschwaben in Kroatien

Erinnerung und Gedächtnis in ausgewählten Werken von Ludwig Bauer, Slobodan Šnajder und Miljenko Jergović

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Über das Buch

Rezension

„[...] Lisa Maria Haibl bespricht, analysiert und vergleicht die drei bedeutenden literarischen Werke, die sich alle mit einer bisher selten erlebten Freiheit, mit dem schwierigsten Kapitel der Geschichte sowie der Gegenwart der Donauschwaben deren Identität - auseinandersetzen.

[...]

Die Romane von Snajder und Jergovic liegen mittlerweile auch in deutscher Übersetzung vor. Sie können als tragende Säulen der zeitgenössischen kroatischen Literatur zum Thema Donauschwaben betrachtet werden.

[...]

Zum wissenschaftlichen Gewicht der vorliegenden Textanalyse trägt ein breiter und methodisch geprägter Theorieansatz zum Forschungsüberblick bezüglich der Termini Erinnerung und Gedächtnis mit gründlicher theoretischer Begriffsbestimmung bei. Die Autorin befasst sich aus aktuellem Blickwinkel der Literaturwissenschaft mit den Begriffen Gedächtnis und Identität sowie mit dem Vergessen. Im Mittelpunkt steht zudem das Trauma als identitätsstörendes Element und dessen oft schwerwiegende Folgen, wenn es nicht versprachlicht wird. Für die Donauschwaben beziehungsweise Jugoslawiendeutschen ist es bis heute ein unverarbeitetes Gruppentrauma geblieben. Ihre Gemeinschaft im Donauraum, unabhängig davon, an welchem Ufer der Donau sie heutzutage leben, hat sich noch immer nicht von dem Trauma der Nachkriegszeit erholt, das ihre sprachlichen Identitätsmerkmale innerhalb einer Generation verschwinden ließ. Dies macht die gesamte Gemeinschaft in ihrer heutigen…“

– Renata Trischler in: Spiegelungen, 1.22

Zum Inhalt

Ein kontroverses Thema der kroatischen Gegenwartsliteratur ist die historische Rolle der Donauschwaben im Zweiten Weltkrieg. Es zählt zu den großen Tabus des sozialistischen Jugoslawien. Die daraus resultierenden Identitätsdiskurse sind in engem Zusammenhang mit individuellen Erinnerungen und kollektivem Gedächtnis zu betrachten. Ein theoretischer Überblick der wesentlichen Konzepte der Erinnerungs- und Gedächtnisforschung liefert das methodische Instrumentarium für die Untersuchung ausgewählter Romane von L. Bauer, M. Jergović und S. Šnajder. Die Analyse widmet sich der literarischen Inszenierung von Erinnerung und Gedächtnis und deren Einfluss auf die Identitätsmodelle. [...]

Schlagworte

Literaturwissenschaft, Kulturwissenschaft, Donauschwaben, Kroatien, Identitätdiskurs, 20. Jahrhundert, Erinnerung, Gedächtnis, Ludwig Bauer, Slobodan Šnajder, Miljenko Jergović

  • Autor*in
    Lisa Maria Haibl
  • Seiten
    188
  • Jahr
    Hamburg 2020
  • ISBN
    978-3-339-11542-3
  • Schriftenreihe
    Grazer Studien zur Slawistik (Hrsg.: Prof. Dr. Renate Hansen-Kokoruš)
  • ISSN
    2195-593X
  • Band
    12
  • Fachbereich
    Geisteswissenschaft

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