Sebastian Holzmann - Mitarbeiter als Adressaten der Rechnungslegung

Empirische Analyse zum Einfluss der unternehmerischen Publizitätspolitik auf die Mitarbeiterentlohnung

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Über das Buch

Zum Inhalt

Bei der Analyse der Auswirkungen des unternehmerischen Publizitätsverhaltens steht in der Regel der Einfluss auf externe Rechnungslegungsadressaten, insbesondere auf die Eigen- und Fremdkapitalgeber, im Zentrum des Interesses. Offen ist hingegen, inwiefern die Publizitätspolitik auch für interne Stakeholder, wie die Beschäftigten eines Unternehmens, Relevanz hat. Sebastian Holzmann widmet sich dieser Fragestellung. Es wird untersucht, ob und unter welchen Voraussetzungen die Mitarbeiterentlohnung direkt oder indirekt durch die unternehmerische Publizitätspolitik beeinflusst wird.

Aus theoretischer Sicht lässt sich nicht eindeutig vorhersagen, wie sich die Publizitätspolitik eines Unternehmens auf die Entlohnung der Arbeitnehmer auswirkt. So ist sowohl ein negativer Lohneffekt, wenn eine intransparente Publizitätspolitik die Verhandlungsmacht der Mitarbeiter schwächt, als auch ein positiver Lohneffekt, wenn Mitarbeiter eine monetäre Kompensation für das Informationsrisiko einfordern, denkbar. Letztlich ist die Wirkung der unternehmerischen Publizitätspolitik auf die Mitarbeiterentlohnung demnach eine empirische Frage.

Bisherige empirische Studien erfassen die Informationstransparenz eines Unternehmens gegenüber seinen Mitarbeitern allerdings lediglich indirekt mittels Befragungen oder anhand abgeleiteter Maße, wie der Jahresabschlussqualität oder der Lesbarkeit des Jahresabschlusses. In der Dissertation wird hingegen erstmals direkt die offenbarte Präferenz eines Unternehmens für eine transparente oder intransparente Publizitätspolitik in einer empirischen Analyse genutzt. Ermöglicht wird dies durch eine Reform des Sanktionsmechanismus bei Verstößen gegen die gesetzliche Publizitätspflicht von nicht-kapitalmarktorientierten Unternehmen in Deutschland, in deren Folge auch intransparente Unternehmen, also Unternehmen, die ihren Jahresabschluss bislang nicht freiwillig offenlegten, erstmals publizieren. [...]

Schlagworte

Publizitätspolitik, Rechnungslegungsadressaten, Empirische Rechnungslegungsforschung, Freiwillige Offenlegung, Offenlegungspflicht, Natürliches Experiment, Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaftslehre, Lohndifferenzierung, Lohndisparitäten, Lohntheorie, Informationsasymmetrie, Informationstransparenz, Verhandlungsmacht, Rechnungswesen, Mitarbeiterentlohnung

  • Autor*in
    Sebastian Holzmann
  • Seiten
    170
  • Jahr
    Hamburg 2020
  • ISBN
    978-3-339-11370-2
  • Fachdisziplin
    Rechnungswesen & Finanzen
  • Schriftenreihe
    Schriften zum Betrieblichen Rechnungswesen und Controlling
  • ISSN
    1435-6236
  • Band
    169
  • Fachbereich
    Wirtschaft

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