Simone Gregori - ‘Vorübergehende‘ Arbeitnehmerüberlassung in Deutschland

Eine defizitäre Umsetzung der Leiharbeitsrichtlinie?

99,80 €
99,80 €
inkl. MwSt.
zzgl. Versandkosten

Lieferzeit max. 3 Tage *

Die Menge muss 1 oder mehr sein

Lieferung & Versand

  • Warensendung ab 500 g
    0,00 €
    Lieferzeit max. 3 Tage

Über das Buch

Zum Inhalt

Nach der seit dem 1. Dezember 2011 geltenden Neufassung des § 1 Abs. 1 S. 2 AÜG erfolgt die Überlassung von Arbeitnehmern an Entleiher „vorübergehend“. Laut der Gesetzesbegründung beabsichtigte der Gesetzgeber mit dieser Formulierung klarzustellen, dass das deutsche Modell der Arbeitnehmerüberlassung den Vorgaben der Leiharbeitsrichtlinie 2008/104/EG entspricht. Der Begriff „vorübergehend“ sollte im Sinne der Leiharbeitsrichtlinie als flexible Zeitkomponente verstanden werden. Insbesondere sollte auf genau bestimmte Höchstüberlassungsfristen verzichtet werden. Die Leiharbeitsrichtlinie gilt nach ihrem in Art. 1 definierten Anwendungsbereich „für Arbeitnehmer, die mit einem Leiharbeitsunternehmen einen Arbeitsvertrag geschlossen haben oder ein Beschäftigungsverhältnis eingegangen sind und die entleihenden Unternehmen zur Verfügung gestellt werden, um vorübergehend unter deren Aufsicht und Leitung zu arbeiten“. Auch im Rahmen der Begriffsbestimmungen „Leiharbeitsunternehmen“, „Leiharbeitnehmer“, „entleihendes Unternehmen“ und „Überlassung“ ist der Begriff „vorübergehend“ von Bedeutung.

Die Vorgaben der Leiharbeitsrichtlinie hatte der Gesetzgeber bis spätestens zum 5. Dezember 2011 umzusetzen. Umstritten ist, ob ihm dies gelungen ist. So besteht seit der Neufassung des AÜG Streit darüber, wie das Tatbestandsmerkmal „vorübergehend“ zu konkretisieren ist. § 1 Abs. 1 S. 2 AÜG trägt insoweit jedenfalls nicht zur Klarstellung bei. Unklar sind ebenfalls die Folgen einer nicht mehr „vorübergehenden“ Überlassung. Die Untersuchung stellt sich diesen Fragestellungen. Dazu erfolgt unter Heranziehung der Auslegungsmethoden eine Auseinandersetzung mit der Frage, ob Defizite bestehen bei der Umsetzung der Leiharbeitsrichtlinie in das angeglichene AÜG im Hinblick auf den in der Leiharbeitsrichtlinie enthaltenen Begriff „vorübergehend“. Des Weiteren wird untersucht, ob der Gesetzgeber der in der Leiharbeitsrichtlinie enthaltenen Verpflichtung nachgekommen ist, bei…

Schlagworte

Arbeitsrecht, Europarecht, Arbeitnehmerüberlassung, Leiharbeit, Zeitarbeit, Leiharbeitsrichtlinie, Umsetzungsdefizit, Umsetzung, Auslegung, Arbeitnehmerüberlassungsgesetz, vorübergehend, Sanktionen

  • Autor*in
    Simone Gregori
  • Seiten
    412
  • Jahr
    Hamburg 2016
  • ISBN
    978-3-8300-8952-0
  • Fachdisziplin
    Zivilrecht & Arbeitsrecht
  • Schriftenreihe
    Schriftenreihe arbeitsrechtliche Forschungsergebnisse
  • ISSN
    1435-6848
  • Band
    228
  • Fachbereich
    Jura

Lieferzeit

(*) Die Lieferzeit beträgt innerhalb Deutschlands üblicherweise 2 bis 3 Werktage ab Zahlungseingang. Bei Bestellungen an Wochenenden und Feiertagen verzögert sich die Auslieferung entsprechend.