Gerhard Stapelfeldt - Antisemitismus nach Auschwitz
Die Wiederkehr des Verdrängten im Neoliberalismus
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Über das Buch
Zum Inhalt
Die Geschichte des Antisemitismus, die in der nationalsozialistischen Barbarei zu ihrer Konsequenz, aber nicht zu ihrem Ende gelangte, ist die Geschichte paradox konformistischer Revolten. Es ist die Geschichte von Aufständen gegen bestehende Herrschaftsverhältnisse. Es ist die Geschichte der Unterdrückung aller utopischen Hoffnungen auf universale Freiheit und ewigen Frieden, auf Gerechtigkeit und Solidarität. Der antisemitische Aufruhr ist die „Revolution von rechts“.
Auf die Juden wurden, und werden, ausbeuterische Verhältnisse projiziert, die einen Widerstand gegen die Repression provozieren. Auf die Juden wurde, und wird, das Land Ou Tópos projiziert, um es an ihnen zu vernichten. Diese Projektionen sind nicht bloß falsch, sondern erlangen ihre gesellschaftliche Wirkung, weil sie – nach der Erkenntnis der Studies in Prejudice – realitätsgerechte Vorurteile sind. Seit dem Mittelalter sind Juden aus den Gemeinwesen verbannt, zum Handel zwischen den Gemeinwesen verurteilt – aber der Handel ist, bereits nach der antiken Auffassung von Geld und Handel, zugleich Raub und Freiheit von Triebunterdrückung, Existenz nach dem Lustprinzip. Zudem ist nach dem mosaischen Glauben der Gott nicht in die christliche Transzendenz verwiesen, sondern irdisch, auf dem Berg Sinai, erschienen, so daß ein Reich Gottes auf Erden: irdische Freiheit und Gerechtigkeit verheißen ist.
Die Erinnerung von Auschwitz ist daher eine Erkenntnis-, eine Gesellschafts-Utopie: die Utopie eines „vernünftigen Zustands“, in dem die „Versöhnung der Menschheit mit der Natur und mit sich selbst“ (Engels. MEW 1: 505, 509) verwirklicht wäre. Die Verwirklichung der Utopie fordert, ihre theoretische und praktische Negation durch Aufklärung und eine die Welt verändernde Praxis zu begreifen.
Die Aufsätze dieses Bandes kreisen um die Verdrängung von Auschwitz, um die Wiederkehr des Verdrängten im gesellschaftlich ebenso erinnerungs- wie hoffnungslosen […]
Schlagworte
Kritische Theorie der Gesellschaft, Auschwitz, Antisemitismus, Neoliberalismus, Gaza-Krieg, Israel, Palästina, Erinnerungskultur, Autoritarismus in den USA, Geschichtsphilosophie, Ende der Utopien, Ende der Geschichte, Soziologie, Politikwissenschaft, Geschichtswissenschaft
Angaben zur Produktsicherheit
Hersteller
Verlag Dr. Kovac GmbH
Leverkusenstraße 13, 22761 Hamburg
E-Mail
info@verlagdrkovac.de
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Autor*inGerhard Stapelfeldt
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Seiten406
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JahrHamburg 2026
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ISBN978-3-339-14916-9
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SchriftenreiheKRITIK UND REFLEXION – Interdisziplinäre Beiträge zur kritischen Gesellschaftstheorie (Hrsg.: Prof. Dr. Gerhard Stapelfeldt)
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ISSN1865-3103
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Band26
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FachbereichSozialwissenschaft
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