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Amir Ata Katanbafteh - Anforderungen an die behördliche Anordnung von Ermittlungsmaßnahmen bei einfachgesetzlichen Richtervorbehalten

Eine Untersuchung unter Heranziehung höchstrichterlicher Entscheidungen bezüglich der (Wohnungs-)Durchsuchungsanordnung

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Über das Buch

Zum Inhalt

In der Strafverfolgung zählt oft jede Minute. Wenn es schnell gehen muss, greift eine juristische Klausel mit enormer Tragweite: „Gefahr im Verzug“. Sie erlaubt es den Strafverfolgungsbehörden, in Notsituationen ohne das vorherige „Okay“ eines Richters zu handeln.

In seiner wegweisenden Rechtsprechung zum Grundrecht der Unverletzlichkeit der Wohnung (Art. 13 GG) hat das Bundesverfassungsgericht der Praxis längst enge Grenzen gesetzt. Eine Wohnungsdurchsuchung ohne Richter bleibt die absolute Ausnahme. Doch die Kriminalität von heute spielt sich nicht mehr nur in Wohnzimmern ab. Sie ist digital, mobil und oft unsichtbar. Die Strafverfolgungsbehörden reagieren darauf mit modernsten Methoden: Telefonüberwachung, der Einsatz Verdeckter Ermittler oder die wochenlange, lückenlose Observation stehen auf der Tagesordnung. Genau an dieser Schnittstelle setzt diese Forschungsarbeit an. Sie stellt die entscheidende Frage: Lassen sich die strengen Anforderungen, die das Verfassungsgericht für die Wohnungsdurchsuchung entwickelt hat, einfach eins zu eins auf moderne, oft viel subtilere Ermittlungsmaßnahmen übertragen?

Die Untersuchung zeigt, dass eine pauschale Gleichbehandlung aller Ermittlungsmaßnahmen nicht funktioniert. Wir brauchen einen differenzierten Blick, der sich strikt an der tatsächlichen Eingriffstiefe einer Maßnahme orientiert. Die Arbeit verdeutlicht beispielsweise auch, warum das heimliche Abhören eines Telefons oder das Einschleusen verdeckter Fahnder die private Lebensgestaltung oft viel tiefer erschüttern als eine geöffnete Haustür.

Das Buch bleibt dabei nicht in der Theorie stecken. Es beschäftigt sich auch mit potenziellen Lösungen für die Zukunft der Praxis: Wie können Justizverwaltungen durch Dienstpläne und moderne Technik echte, flächendeckende Bereitschaftsdienste garantieren, damit zu jeder Tages- und Nachtzeit ein Richter erreichbar ist? Wie kann der gesetzliche Rahmen angepasst werden, damit die Eilkompetenz der […]

Schlagworte

Richtervorbehalt, Gefahr im Verzug, Behördliche Eilkompetenz, Ermittlungsmaßnahme, Wohnungsdurchsuchung, Durchsuchungsanordnung, Strafprozessrecht, Strafrecht, Art. 13 GG, § 105 StPO, Bundesverfassungsgericht, Richterlicher Eildienst, Legendierte Kontrollen, Telekommunikationsüberwachung

Angaben zur Produktsicherheit

Hersteller
Verlag Dr. Kovac GmbH
Leverkusenstraße 13, 22761 Hamburg

E-Mail
info@verlagdrkovac.de

  • Autor*in
    Amir Ata Katanbafteh
  • Seiten
    244
  • Jahr
    Hamburg 2026
  • ISBN
    978-3-339-15062-2
  • Fachdisziplin
    Strafrecht & Kriminologie
  • Schriftenreihe
    Schriften zum Strafprozessrecht
  • ISSN
    2199-0336
  • Band
    43
  • Fachbereich
    Jura

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