Ivan Rako - Die Karfreitagsliturgie in den evangelischen Kirchen in Deutschland

Entwicklung, Struktur und Theologie

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Über das Buch

Rezension

„Die […] Dissertation bildet ein beachtenswertes Beispiel einer theologischen Forschung, die konfessionelle Grenzen überschreitet. […]
Die Untersuchung zeichnet insgesamt ein beachtenswertes Bild für die Karfreitagsfeiern in den dt. evang. Kirchen, das sowohl Übernahme von Traditionen kennt wie auch Abgrenzungen und neue Impulse. Da für die Reformationskirchen die Frage der Rechtfertigung des Sünders und damit die soteriologische Dimension von herausragender Bedeutung waren, ist der hohe Stellenwert der Leidensgeschichte und darauf beziehbarer Schrifttexte und ihrer Meditation im Karfreitagsgottesdienst ebenso nachvollziehbar wie die Feier des Abendmahls mit Kommunion der Gläubigen als sakramentale Besiegelung des Erlösungswirkens. Die breite Aufnahme bis umfangreiche Zitierung von nicht leicht verfügbarem Agendenmaterial in die Studie erschwert bisweilen die Wahrung des Überblicks, macht sie aber zugleich zu einer wichtigen Fundgrube für weitere Untersuchungen, die zum Beispiel andere Konfessionen, Länder und Sprachräume in den Blick nehmen könnte.“

– Friedrich Lurz in: Archiv für Liturgiewissenschaft, Jahrgang 65, 2023, S. 409-410

Zum Inhalt

Der liturgischen Erforschung der Feier des Karfreitages in den evangelischen Kirchentümern und Landeskirchen wurde bisher erstaunlich wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Dies steht in eklatantem Gegensatz zur Hervorhebung des Karfreitages als scheinbar höchstem Feiertag der protestantischen Kirchen. Die liturgische Feier des Karfreitages ist bisher spärlich erforscht, sodass dieses Buch die große Lücke, die zu diesem Thema herrscht, zu schließen versucht.

Der Autor betreibt dazu eine tiefgehende Grundlagenforschung, indem er nach einem kurzen historischen Überblick der Genese des Karfreitages und dem Aufzeigen der Entwicklung der liturgischen Feiern bis zum Vorabend der Reformation, die primären Quellen der Reformationszeit, die Kirchenordnungen der unterschiedlichen Herrschaftsgebiete auf deutschen Sprachraum, systematisch heranzieht. Aus ihnen heraus lässt sich ein Überblick gewinnen, wie der Karfreitag unmittelbar nach der Reformation gefeiert wurde und wie sich die Feiern von der römischen Tradition losgesagt haben. Dabei zeigt der Autor einen gewinnbringenden Überblick über bleibende Traditionen und reformatorische Innovationen der Karfreitagsliturgie auf.

Den zweiten Ausgangspunkt des Buches bilden Agenden und Kirchenbücher ausgewählter evangelischer Landeskirchen ab dem 19. Jahrhundert, ab welchem eine vertiefte Erarbeitung von liturgischen Büchern durch die Kirchen festzustellen ist. In systematischer Weise wird durch den Autor jede einzelne Agende auf deren Entstehung, den liturgischen Ablauf des Gottesdienstes und das angebotene Material dazu analysiert.

Aus dem Material und der Verwendung der Bibel lässt sich zu den einzelnen Büchern eine Theologie des Karfreitages erheben, besonders in der Gesamtschau der Agenden einer Landeskirche. Dieser Erhebung einer Theologie des Karfreitages widmet sich der abschließende Teil des Buches. Dabei werden neben der Bibelverwendung auch systematische Aspekte angesprochen, die sich aus den […]

Schlagworte

Karfreitag, Karfreitagsliturgie, Agenden, Kirchenbücher, Liturgie, Theologie, Kirchenordnungen, Reformation, Evangelische Kirche, Mittelalter, Theologie des Karfreitags, Evangelische Landeskirchen, ars moriendi, Liturgiewissenschaft, Katholische Theologie

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