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Luis-Miguel Herrmann - Die polizeiliche Definitionsmacht in der Sicherheitsgesellschaft

Eine Analyse zum Trend der Verpolizeilichung sozialer Probleme und den Möglichkeiten von Polizeireformen

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Über das Buch

Zum Inhalt

Wie entstehen gesellschaftliche Vorstellungen von Kriminalität? Wer entscheidet darüber, was als Gefahr, Ordnungskonflikt oder Sicherheitsproblem gilt? Solche Fragen stehen im Zentrum dieser Studie zur polizeilichen Definitionsmacht in der Sicherheitsgesellschaft.

Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass gesellschaftliche Problemlagen zunehmend unter sicherheits- und kriminalpolitischen Vorzeichen verhandelt werden und damit in den Horizont polizeilicher Bearbeitung geraten.

Der Autor untersucht den Trend der Verpolizeilichung sozialer Probleme. Gemeint ist ein Prozess, in dem Konflikte, Unsicherheiten und Formen sozialer Abweichung verstärkt als Fragen von Sicherheit, Ordnung und Kriminalität interpretiert werden. Die Polizei erscheint dabei nicht nur als ausführende Instanz staatlicher Kontrolle, sondern als Akteurin in komplexen Deutungszusammenhängen, in denen kriminalpolitische Diskurse, organisationale Wissensbestände und gesellschaftliche Erwartungen miteinander verschränkt sind.

Aus kriminalsoziologischen, diskurs- und organisationsanalytischen Perspektiven rekonstruiert die Studie dieses Zusammenspiel. Sie zeigt, wie polizeiliche Wissensbestände, organisationale Routinen und kriminalpolitische Diskurse zusammenwirken und dazu beitragen, bestimmte gesellschaftliche Problemlagen als polizeilich relevant zu markieren. Damit rückt die Arbeit die Polizei nicht nur als Institution, sondern als Bestandteil umfassender Sicherheitsordnungen und gesellschaftlicher Deutungskonstellationen in den Blick.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf den institutionellen Bedingungen polizeilichen Handelns. Die Untersuchung zeigt, wie Polizeikultur, organisationale Selbstverständnisse und kriminalpolitische Erwartungshaltungen spezifische Formen der Problembearbeitung stabilisieren. Dadurch eröffnet sie eine neue Perspektive auf die Rolle der Polizei in der Sicherheitsgesellschaft und auf die Wechselwirkungen zwischen politischer […]

Schlagworte

Polizei, Definitionsmacht, ATKAP, Polizeiforschung, Verpolizeilichung , Polizeireform, Sicherheitsgesellschaft, Kriminologie, Blankenburg und Feest, Versicherheitlichung, Polizeikultur, Copculture, Kriminalsoziologie

Angaben zur Produktsicherheit

Hersteller
Verlag Dr. Kovac GmbH
Leverkusenstraße 13, 22761 Hamburg

E-Mail
info@verlagdrkovac.de

  • Autor*in
    Luis-Miguel Herrmann
  • Seiten
    372
  • Jahr
    Hamburg 2026
  • ISBN
    978-3-339-14914-5
  • Schriftenreihe
    CRIMINOLOGIA – Interdisziplinäre Schriftenreihe zur Kriminologie, kritischen Kriminologie, Strafrecht, Rechtssoziologie, forensischen Psychiatrie und Gewaltprävention
  • ISSN
    1865-9152
  • Band
    51
  • Fachbereich
    Sozialwissenschaft

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