Tim Leiendecker - causam facundo reddidit ore deus – Studien zu den Göttergesprächen in Ovids Fasti
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Über das Buch
Rezension
„[…] Aus dem bemerkenswert gleichbleibenden Niveau der äußerst umfangreichen Arbeit, die insbesondere auch durch die Fußnoten häufig entscheidend an Informationsgehalt gewinnt, ragt das Kapitel zum Dialog des Sprechers mit der Göttin Flora im fünften Buch der Fasti (S. 367-455) insbesondere deshalb heraus, weil das Thema sich als Extrem dessen darstellt, was Leiendecker erforschen will. Auf den Punkt gebracht wird dies – wie so viele Ergebnisse der klassisch aufgebauten Qualifikationsschrift, in der der Verfasser auf beeindruckende Weise seine Qualifikation als Altphilologe und Literaturwissenschaftler unter Beweis stellt – im entsprechenden Abschnitt des Fazits, dessen Lektüre hiermit jedem an den Fasti Interessierten wärmstens empfohlen und jedem Forscher, der seine Fähigkeiten auf dem Gebiet der Zusammenfassung umfänglicher Darstellungen durch die Beobachtung gelungener Beispiele verbessern möchte, schon deshalb dringend ans Herz gelegt sei, weil sie vermutlich zur Rezeption der gesamten Abhandlung anregen wird […]
Indem Leiendecker die Dynamik hinter den Gesprächsszenen der Fasti aufdeckt, leistet er einen wichtigen Beitrag zum Verständnis des zu Unrecht viel geschmähten Textes und zeigt implizit auch, weshalb ein religionshistorisches Forschungsinteresse, das etwa Frazer oder Bömer leitete, an Ovid ähnlich verzweifeln musste wie die kaiserliche Familie. […]“
– Heiko Ullrich in: Latein und Griechisch in Baden-Württemberg, 1/2025
Zum Inhalt
In den Fasti kündigt der römische Dichter Ovid Erzählungen über die Ursprünge von Festtagen und über Sternbilder an. In seinem literarischen Durchgang durch das römische (Fest-)Jahr orientiert sich Ovid am offiziellen Festkalender, setzt dabei aber eigene Schwerpunkte hinsichtlich Auswahl und Umfang der zu behandelnden Einträge.
Um die vielen verschiedenen Festtage, Bräuche, Tempelweihungen oder Sternbilder mit ihren jeweiligen Ursprüngen (Aitien) beschreiben zu können, braucht es eine Fülle an Informationen. Der Erzähler der Fasti inszeniert diesen Prozess der Informationsbeschaffung in seinem Werk. Neben dem Studium unterschiedlicher Quellen wie Annalen oder dem offiziellen Festkalender bedient sich der Erzähler einer Technik, die im Mittelpunkt der Studie stehen wird: Er befragt Göttinnen und Götter, die ihm die Hintergründe zu bestimmten Einträgen im Kalender liefern sollen. In der Regel sind es solche Einträge, die die jeweilige Gottheit selbst betreffen. Die Gottheit tritt demnach als (vermeintlicher) Experte auf. Der besondere Reiz dieser Szenen ergibt sich aus den unterschiedlichen Persönlichkeiten der Göttinnen und Götter, auf die der Dichter trifft. Dazu gehören beispielsweise in der Mythologie zentrale Göttinnen und Götter wie Juno, Mars und Venus, die Musen, Gottheiten wie Flora oder Janus und auch ’Exoten’ wie der Gott Semo Sancus Dius Fidius. So unterschiedlich wie diese Persönlichkeiten gestalten sich auch die Gespräche mit ihnen. Sie zeichnen sich aber alle durch eine besondere Anschaulich- und Lebendigkeit aus, was sie zu einem einzigartigen Szenentypus in den ovidischen Fasti macht.
Diese Untersuchung widmet sich diesen Szenen in textnahen Einzelinterpretationen. Dabei liegt der Fokus auf dem Rahmen der Szenen als Gespräch, die zu einer Bühne für die Gesprächspartner werden. Die Studie zu den Göttergesprächen betrachtet, wie die Gesprächspartner den Dialog für die Darstellung von Inhalten, aber auch für […]
Schlagworte
Archäologie, Altertumswissenschaft, Ovid, Aitiologie, Antike Mythologie, Fasti, Kalenderkommentar, Klassische Philologie, Göttergespräche, Latinistik, Augusteische Dichtung, Elegie, Römische Religion, Römische Kaiserzeit, Antikes Rom
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E-Mail
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SchriftenreiheSchriftenreihe altsprachliche Forschungsergebnisse
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ISSN1617-5999
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Band14
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FachbereichGeisteswissenschaft
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